Strände um Praia das
Maçãs
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Allgemeines zu den
Stränden
Die
Strände sind kleine und große Buchten in der Felsküste. Sie liegen meist an
den Mündungen kleiner Bäche und Flüsse. Die Winterstürme formen das
Erscheinungsbild der Strände jedes Jahr neu. Es kann vorgekommen, dass sie vorgelagerte Sandbänke aufschütten, Sandbuchten bilden
oder auch mal den Strand für ein Jahr vollständig abtragen. Die
Stände werden sehr gepflegt und sind auffallend sauber. Es gibt überall
kleine Aschenbecher und Abfallbehälter mit Mülltrennung. Der Sand ist extrem
fein und kann sehr heiß werden. Man findet ihn noch Wochen später in allen
Sachen. Vor allem in Verbindung mit Sonnencreme klebt er perfekt. Kommt dann
noch der Wind dazu, kann man einem panierten Schnitzel in der Pfanne
nachempfinden. Da ist es doch schön, dass es an den bewachten Stränden auch
funktionierende Duschen gibt. Schatten
gibt es an den Stränden nur bis ca. 10.00 Uhr morgens. Vielfach kann man
Kabinen mieten, sie kosten ungefähr 5 Euros für ½ Tag und 8 Euros für einen
ganzen. Der Sonnenschirm sollte wegen des Windes stabil sein. Der Wind ist
immer etwas kühl, weshalb man leicht vergisst sich einzucremen. Aber das
sollte man reichlich tun, so hat das panierte Schnitzel wenigstens einen
Vorteil: es schützt vor Sonnenbrand. Im Sommer
liegt neben den Urlaubern auch halb Lissabon an den Stränden. Die Anzahl der
"Alfaces" wie die Lisboetas auch genannt
werden, ist aber umgekehrt proportional zum Abstand des Parkplatzes vom
Strand. Praia da Aguda und Praia da Samara sind
schöne Beispiele für weniger volle Strände. In der Hochsaison werden die
Parkplätze kostenpflichtig bewacht. |
Praia São Julião / Praia da Viga
N
38°53'42 W 009°25'08 ü Google Maps Von einer
kleinen Bucht aus zieht sich dieser lange Strand entlang der Felsküste einen
guten Kilometer nach Süden. Es gibt Restaurants, Duschen und Strandzelte. Die
Infrastruktur wurde 2007 renoviert. Die Bucht
am vorderen Teil des Strandes ist gegen Nordwinde geschützt. Bei Nortada (Nordwind), wenn in Praia das Maçãs die kühlen
Nebelschwaden über den Strand ziehen, ist dieser Strand eine Alternative. Bei
Westwind ist Wellenreiten möglich, das Meer ist dann aber zu rauh zum
Schwimmen. Bei Ebbe
kann man über Felsen kletternd auch den hinteren Teil des Strandes, die Praia
da Viga erreichen. Dort gibt es zwar keine
Infrastruktur, dafür ist die Kleiderordnung etwas freizügiger. Die
Klippen sind geologisch sehr interessant und bieten vielschichtige Einsichten
in die wechselhafte Geschichte der Landschaft. Besonders eigenartig sind die
zementartigen Einschlüsse in den Felsbrocken am linken Rand des Strandes.
Vielleicht findet sich ja mal ein Geologe unter unseren Gästen, der hier eine
Abhandlung zu diesem Thema schreibt… An der
Küstenstrasse gibt es einen kleinen Parkplatz, im Flusstal einen grossen
ungeteerten Abstellplatz. |
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Praia da Samara
N 38°55'48 W 009°25'08 ü Google Maps Die
Anfahrt führt über São João das Lampadas und A do Longo nach Assafora. Dort die
Strasse nach Catribana suchen (falls nicht sicher,
einfach in Richtung Meer abbiegen und tendenziell links halten). Auf halber
Strecke nach Catribana zweigt in südwestlicher
Richtung (in einer deutlichen Linkskurve) die nicht asphaltierte Estrada da Samarra in Richtung
Meer rechts ab. Falls man die Strasse nicht auf Anhieb erwischt zeigt
jeder Einheimische gerne die richtige
Richtung. In der
Mündung des fruchtbaren Flusstals mit ehemaligen Mühlen, liegt der wilde
Strand am Ende eines steilen Abstiegs. Die Anfahrt ist holprig, am besten
parkt man an der Largo da Serrinha beim grünen
Müllcontainer, der Weg zum Strand ist nicht befahrbar. Es gibt am Fluss
Höhlen mit steinzeitlichen Funden. Die Steinmännchen allerdings haben wir
gebaut. Durch
seine Lage in einer geschützten, nach Nordwesten ausgerichteten Bucht, ist
dies einer der wenigen Strände, an dem man an ruhigen Tagen auch schwimmen
kann. Der
Strand kann als Ausgangpunkt für Wanderungen dienen. Links hinauf liegt
hinter der Kuppe ein ehemaliger Pflastersteinbruch, der derzeit mit Bauschutt
aufgefüllt wird. Der Blick in Richtung Cabo da Roca ist atemberaubend und man
kann sich gut vorstellen wie früher hier die Steine für Lissabon von Hand aus
den Felsen geschlagen wurden. Am Strand
gibt es kein Restaurant und keine Infrastruktur, also genug Wasser und
Proviant mitnehmen. |
Praia do Magoito
N
38°51'53 W 009°26'56 ü Google Maps Hier gibt
es lecker Restaurants und alles, was man sonst für einen Tag am Strand
braucht. Bei
Westwind lohnt es sich die Surfsachen mitzunehmen. Die Wellen kommen dann
gleichmässig an den Strand gerollt. Lange Spaziergänge
sind möglich. In den schönen Felswänden kann man viele versteinerte Schnecken
und Muscheln entdecken. Ein kleiner Hammer kann dabei helfen die Fossilien zu
befreien. Nach heftigen Regenfällen sollte man sich der Wand mit Vorsicht
nähern. Der bindende Lehm wird weich und immer mal wieder bröckeln kleinere
und grössere Stücke der Wand ab. Bei Ebbe
läuft man in einer knappen Stunde bis zur Praia da Aguda
durch den feinen Sand. Auf halbem Weg muss man über ein paar glitschige
Felsen klettern. Nimmt man den Rückweg über die Klippen, dann sind einem wunderbare Ausblicke auf das Meer und die
Felsenküste sicher. Wenn man
umgekehrt von Magoito aus auf die Klippen will,
dann geht man vom Strand aus ein Stück in das Tal hinein. Der Weg biegt
rechts ab und führt in einem Bogen hinauf an die Kante. Dort beginnt ein
kleiner Feldweg, der in teilweise beängstigender Nähe zum Abgrund verläuft,
dann aber wieder in beruhigendem Abstand durch die sandige Heidelandschaft
führt. |
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Praia da Aguda
N
38°51'00 W 009°27'20 ü Google Maps Von Fontanelas aus den Schildern folgen und auf der Klippe
parken. Der Weg zum Strand führt über eine steile, zum Teil verfallene
Treppe. Wer uns die genaue Anzahl der Stufen nennen kann, erhält eine Flasche
Wein vom Hausherren. Da Quellen aus der Felswand
strömen, kann der Abstieg rutschig sein. Mit dem
Surfbrett und der ganzen Ausrüstung im Schlepptau ist man am Fusse der Treppe
in Schweiss gebadet und reif für das kühle Wasser. Dafür muss man den bei
nordwestlicher Dünung hervorragenden Surfspot aber auch nicht mit allzu
vielen "Konkurrenten" teilen. Man achte auf die manchmal starke
Strömung und die an einigen Stellen knapp unter der Oberfläche aus dem Sand
ragenden Felsen. Am besten den Strand vor der Wasserung abschreiten. Die Mühe
des Abstiegs lohnt sich auch für Sonnenanbeter, der Strand ist wirklich
traumhaft. Bei Springflut wird die verfügbare Fläche in einigen Bereichen
sehr klein und man wird das Handtuch auf den Steinen platzieren müssen. Ähnlich
wie an der Praia São Julião werden archäologisch
interessierte Strandgänger am Fusse der Klippen auf ihre Kosten kommen. Es
wimmelt nur so von versteinerten Schnecken und Muscheln. Allerdings sind
nicht die Gehäuse, sondern die Inhalte der Schneckenhäuser versteinert, was
merkwürdige spiralige Fossilien erzeugt. Auf der
Klippe gab es ein Restaurant, von dem heute nur noch eine Ruine zeugt.
Verpflegung und Getränke müssen also mitgebracht werden. |
Praia das Maçãs
N
38°49'24 W 009°27'45 ü Google Maps Dies ist
der kommerziell am besten eingebettete Strand der Gegend. Wer nicht die ganze
Zeit am Strand verbringen will, kann auf dem angrenzenden Tennisplatz ein
Spielchen wagen oder sich nach höflicher Bitte auch unter die Fussballer im
Rasenfussballfeld mischen. Wegen des flachen oberen Teils ist dieser Strand
auch hervorragend für Beachvolleyball geeignet.
Hier wurden schon Weltmeisterschaften ausgetragen. Der
Strand wird sehr sorgfältig gepflegt und besteht aus einem mit Strandhütten
und festen Sonnenschützen bestückten Teil, sowie einem "wilden"
auch ohne Portemonnaie zugänglichem Teil. Bei
südwestlicher bis westlicher Dünung ein hervorragender Surfspot. Wegen der
leichten Erreichbarkeit mit dem Auto wird es hier an Wochenenden aber ziemlich
eng im Wasser und man muss gelegentlich beim Hinausschwimmen den Kopf
einziehen. Nicht alle Surfer sind rücksichtsvoll. Vorfahrt hat übrigens wer
zuerst auf der Welle steht. Aber nur in der Richtung, in der er unterwegs
ist. Man darf also in die Gegenrichtung einsteigen. Schwimmer
müssen sich an die ausgewiesene Zone halten, da es ausserhalb scharfkantige Felsen im Sand gibt. Der Bademeister kommt
bei Nichtbeachtung laut pfeifend ins Wasser gestürzt und kann recht
ungehalten werden. Er trägt die Verantwortung und es hat schon einige
tragische Unfälle gegeben. Surfer
haben Schuhe an, sind deshalb nicht so stark gefährdet und dürfen auch
ausserhalb der Zone ins Wasser. Sie sollten sich aber vor dem Start mit der
Lage der Felsen vertraut machen. Am besten klettert man dazu bei Ebbe auf die
Klippen am hinteren Ende des Strandes. |
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Praia Pequena
N
38°49'15 W 9°28'25 ü Google Maps Die
kleine Schwester der Praia Grande. Da man nicht mit dem Auto bis auf das
Strandniveau herabfahren kann, deutlich weniger
überlaufen. Als
Surfspot sehr beliebt. Man kann bei guten Bedingungen auf dem Brett von der
Praia Grande herübersurfen. Ansonsten
gibt’s nicht viel zu sagen, der Strand ist eben klein… Teures
Restaurant auf der Klippe, keine Infrastruktur |
Praia Grande
N
38°48'50 W 9°28'39 ü Google Maps Ein
Strand wie aus dem Bilderbuch, 5 Minuten Autofahrt von Praia das Maçãs in
Richtung Süden. Hier gibt es einfach alles was man brauchen könnte. Im
Surfshop kann man zerstörtes Material reparieren lassen oder in der Brandung
abhanden gekommene Flossen ersetzen. Es ist auch möglich gebrauchte Bretter
zu relativ vernünftigen Preisen zu kaufen. Die
Surfschule von Renato (siehe Aktivitäten) liegt am hinteren Teil des
Strandes. Die Schule ist irgendwie mit dem Kiosk verbandelt.
Dort kann man die Stunden buchen oder mit gleichgesinnten ein Schwätzchen
halten. Vor allem
bei starken westlichen Winden ist dieser Strand ein hervorragender Surfspot.
Hier wurden schon einige internationale Meisterschaften in Surf und Bodyboard abgehalten. Wer Megabrecher will, der muss im
Winter nach einem Atlantiksturm mit Kaltwasserausrüstung vorbeischauen. Ich
sage nur: gewaltig… Dann versteht man schnell wie hier ganze Strände innert einer
Nacht vom Meer abgetragen werden können. Restaurants
aller Preisklassen säumen den Strand oberhalb der Strasse. Auch für den Apres
Surf wird in den dort ebenfalls vorhandenen Bars gesorgt. Als
Ausgangspunkt für Wanderungen ist der Strand ideal. Ein leichter und
wunderschöner Fussweg (ca. anderthalb Stunden) führt nach Praia da Adraga hoch über den Klippen mit Blick aufs Meer. Mit
einigen kleinen Leckereien aus dem Restaurant am Stand im Magen, geht es
gestärkt auf den Rückweg. |
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Praia da Adraga
N 38°48'07 W 009°29'05 ü Google Maps Das ist
unser Lieblingsstrand. Ein traumhafter Ort, an dem man so richtig die Seele baumeln
lassen kann. Unter der Woche und in der Nebensaison ist es am schönsten. Dann
kann man relativ allein in warmen Sand gebettet die Schönheit der Felsenküste
studieren. Im
rechten Teil gibt es kleine vorgelagerte Inseln,
auf die man bei ruhiger See auch klettern kann. Mit Taucherbrille, Flossen
und Schnorchel kann man hier einiges an Leben entdecken. Ein Surfanzug
verlängert das Abenteuer erheblich. Grosse Fische gibt es wegen der
verbreiteten Harpunenjagd zwar fast nicht mehr, aber man findet immer Schwärme
von kleinen Brassen, Rifftintenfische in Felsspalten, Muscheln und Krebse.
Die Tiere sind nicht so bunt wie im Korallenmeer. Man muss schon genau
hinschauen, um beispielsweise die gut getarnten Seezungen auf dem Sandgrund
zu entdecken. Der linke
Teil weist einen klassischen Felsbogen auf. Derzeit ist der grosse Bogen tief
im Sand eingegraben, wirkt aber immer noch majestätisch. Zum
Surfen ist dieser Strand nur bedingt geeignet. Die vielen Felsen sind
gefährlich und eine sehr steile Brandungszone lässt die Wellen ohne langen
Vorlauf an den Strand brechen. Direkt
unterhalb des Parkplatzes gibt es Duschen, am Kiosk Bica
und Zwischenverpflegung, und das Restaurant ist auch zu empfehlen. Wer von
hier aus weiter in Richtung Cabo da Roca über die Klippen wandert kommt schon
bald an einer sehr grossen eingestürzten Höhle vorbei. Die Einsturzöffnung
ist an der steinernen Umfriedung schon von weitem zu erkennen. Hier kann man
stundenlang dem akrobatischen Flug der in der Höhle brütenden Vögel
zuschauen. Vorgelagert
ist eine unglaublich schräge glatte Felsenplatte. Schon der Anblick erzeugt
Schmetterlinge im Bauch. Unter der Platte verbirg sich ebenfalls eine Höhle.
Diese kann aber nur mit einem Führer betreten werden, welcher im Restaurant
bestellt werden muss. Festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit sind
Voraussetzung. |
Praia da Ursa
N 38°46'59 W 009°29'16 ü Google Maps Auf der Strasse
hinunter zum Cabo da Roca zweigt etwa 1 km vor dem Leuchtturm, rechts ein
unscheinbarer Feldweg mit kleinem Parkplatz ab. Meistens steht dort eine
Hinweistafel. Statt Reisepropaganda hier ein Erlebnisbericht: Gestärkt
mit Unmengen Bolos und Queijadas,
die wir in der Pastellaria in Almoçageme
probieren mussten bis uns der Zucker aus den Ohren quoll, machten wir uns auf
zur Praia da Ursa. Zunächst begann der Weg harmlos
mit einem sagenhaften Blick auf Capo da Roca. Nach ca.
500m dann ein spektakulärer Abstieg über lockere Steine aber mit
fantastischer Kulisse. Es eröffnete sich ein einsamer Strand mit bizarren
Felsformationen, die die unglaublichen Kräfte von Brandung und Erosion
erahnen lassen. Beeindruckend
auch die Flora, wo man auf engstem Raum gut und gerne ein Dutzend blühende
Pflanzenarten entdecken kann, von denen viele in den schroffen Felsen der
Atlantikküste endemisch sind. Der
Rückweg stellte sich als leichter heraus als der Hinweg, dennoch ist festes
Schuhwerk zu empfehlen, sowie guter Sonnenschutz und etwas Wasser. Bei
stürmischem Wetter ist der Strand unzugänglich, bei Nässe scheint der Abstieg
lebensgefährlich. Dann sei er den geübten und erfahrenen Anglern überlassen. Im Sommer
viele Nacktbader. Kein
Restaurant, keine Infrastruktur |
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